Steuerberatungskosten absetzbar?

Seit 20o6 können bei der Einkommensteuererklärung Kosten für eine Steuerberatung nicht mehr in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.

In besonders genauer und sehr feiner Unterscheidung hat das Bundesfinanzministerium festgestellt, dass nicht alle in der Einkommensteuer und deren Anlagen pflichtgemäß zu machenden Angabe auch tatsächlich Einkünfte darstellen. Steuerberatungskosten, die sich nicht auf das Einkommen beziehen, sind seitdem nicht mehr steuerlich absetzbar.

Nicht zu den Einkünften zählende Angaben, die zu einer Einkommensteuererklärung erforderlich sind, sind beispielsweise:

Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

Wohlgemerkt, diese Angaben sind für die Bearbeitung der Einkommensteuererklärung -soweit zutreffend- erforderlich, sind aber eben kein Einkommen.
Deswegen können leider diese anteiligen Steuerberatungskosten, die auf die Bearbeitung dieser Angaben und auf das Eintragen in die Formulare entfallen, seit 2006 nicht mehr in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Das hat auch der Bundesfinanzhof bestätigt.

 

Und das empfinde ich als in hohem Maße unfair und kleinlich, ja auch als unmoralisch.

Der Staat verlangt diese Angaben, um die Steuern nach dem von ihm festgelegten Regelwerk  ermitteln zu können. Die richtige Ermittlung und insbesondere die Zuordnung dieser Angaben an die richtige Stelle im richtigen Formular kann sich von Jahr zu Jahr ändern und ist kaum noch ohne Steuerberater möglich.

Da wäre es fair, wenn die Kosten für die Ermittlung und Eintragung der steuerlich relevanten Angaben jedenfalls dann ungekürzt steuerlich abzugsfähig sind, wenn sie von einen Steuerberater/Lohnsteuerhilfe o.ä.  im Auftrag des Steuerpflichtigen erbracht wurden.
Die Trennung in Einkommen und in Kosten der privaten Lebensführung nach §12 ESt führt jedoch zu dieser Handhabung, auch wenn es so deutlich nicht im Gesetz steht.

Für mich als Betroffenen sieht es so aus, als ob ich an dieser Stelle kleinlich und unangemessen ausgequetscht werde.  –  Die nicht absetzbaren Kosten der Steuerberatung sind ja auch nicht sehr hoch. Wozu also dieser zusätzliche, fast schon schikanöse Aufwand? Um Gerechtigkeit herzustellen? Da kann ja aus Sicht des Betroffenen gar  nicht sein.

 

Also zur fairen Lösung:  weg mit der Einschränkung bei der Absetzbarkeit der Steuerberatungskosten bei der Einkommensteuererklärung.

Getagged mit: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*