Termin verschoben

Wir hatten frühzeitig einen Tanzkurs bei der VHS in H. gebucht. Beginn:  Sonntag 17:30 Uhr.

Am Freitag vor Kursbeginn rief mich eine freundliche junge Frau von der VHS in H. an und fragte nach, ob wir diesen Tanzkurs gebucht hätten. Ja. hätten wir.
Ob wir wüssten, dass dieser Kurs nicht in H. sondern in W. stattfinden würde. Ja, wüssten wir.
Ob wir die Adresse kennen würden, sie gibt auf jeden Fall eine Beschreibung vom Ortseingang in W. zum Ort des Geschehens. Danke, wir haben ein Navi mit.
Ob wir wüssten, dass dieser Kurs um 18:00 beginne und nicht, wie angekündigt, um 17:30. Nein, wussten wir noch nicht, aber kein Problem, 18:00 Uhr wäre in Ordnung.
Falls wir Getränke bräuchten, bitte selber mitbringen. Ja, Danke.
Prima, wir hatten ein sorglos-Paket gebucht.

Am Sonntag fuhren wir nach W. und waren wenige Minuten vor 18:00 an der richtigen Adresse in W. .
Im Flur hing ein elektronischer Anzeige-Bildschirm, der drei Veranstaltungen für diesen Abend bestätigte, auch unseren Tanzkurs im Raum 3 um 18:00. Es waren noch anderer Leute da, aber alle für den Kurs Gymnastik mit Langarm-Hanteln. Wir sahen keine, die auch zum Tanzen gekommen waren. Die Tür zum Raum 3 war verschlossen, der Raum dunkel. Wir warteten. Nach einer Viertelstunde, in der wir drinnen und draußen nach weiteren Tanzteilnehmern und einem Kursleiter geschaut hatten, beschlossen wir angesichts der Tatsache, dass bei der VHS in H. um diese Zeit niemand zu erreichen sein würde, die Heimreise. Schade um diesen Abend.

Nun kostet ja die Teilnahme an einem  VHS-Kurs zu Recht auch Geld. Ein Anruf bei der VHS verriet uns, dass dort keine Infos über einen Ausfall des Tanzkurses vorlägen, wir würden zurückgerufen. Das passierte auch. Der Kurs hätte stattgefunden. Auf unsere Vorhaltung, um 18:00 sei ja gar Keiner da gewesen, fragte die Mitarbeiterin nochmals nach und meinte, doch, der Kurs hätte stattgefunden, aber schon um 17:30 begonnen und wegen des großen Andrangs in einem größeren Raum.  Ach so.

 

Nun zur Sicht der Dinge mit Blick auf faires Verhalten.

Es kann immer passieren, dass sich Ort oder Zeit von Veranstaltungen verschieben. Aber wir soll das bekannt werden?

Ich halte es für notwendig, dass der Veranstalter/Kurleiter vor Ort eine Raumänderung zum Beispiel mit einem angeklebten Zettel auf der Türe bekannt gibt. So wissen alle Teilnehmer, die, die etwas früher kommen und auch die, die etwas später kommen, von der Ortsänderung.

Eine Terminverschiebung im Sinne einer Verzögerung müsste auch bekannt gemacht werden, zum Beispiel durch eine aufgeklebten Zettel am Anzeige-Bildschirm im Flur.

Was gar nicht geht, ist eine Vorverlegung des Anfangstermins, hier in Verbindung mit einem Ortswechsel, ohne das bekannt zu machen. Das ist im besten Fall Gleichgültigkeit oder Gedankenlosigkeit. Jedenfalls hätte der Kursleiter vor Ort auch mal gegen 18:00 draußen vor seiner Tür nachschauen können, ob da noch Leute sind, die zu diesem Termin erst kommen. Schließlich standen wir ja auf der Meldeliste, waren aber im Kurs nicht anwesend. Da muss doch was klingeln, da muss man doch merken, dass da was nicht stimmt und sich drum kümmern.

Ich glaube, dass war zwar nicht (bewusst) unfair, aber es war auch nicht fair.

Fairness und Unfairness erwachsen aus einer bewussten Entscheidung. Eine solche lag wohl gar nicht vor. Schade drum. Es wäre schön gewesen, wenn sich der Veranstalter/Kursleiter in Kenntnis der Unstimmigkeit bei der Uhrzeit darum bemüht hätte, eine klare und leicht erkennbare Mitteilung an die Teilnehmer vor Ort zu machen. Dass wäre fair und normal.

 

Ganz zum Schluss das faire Verhalten der VHS in W.:  die erste ausgefallene Stunde braucht nicht bezahlt zu werden, die zweite, als Wiedergutmachung, auch nicht. Die weiteren Stunden werden wie gewohnt bezahlt.

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